Was ist Gusseisen und wo kann Gusseisen eingebaut werden

Gusseisen ist ein Werkstoff aus Eisen.

Teile, die aus Gusseisen bestehen, werden in einer Gießerei hergestellt. Daher kommt auch der Name Gusseisen. Bei Gusseisen handelt es sich um Eisenlegierungen, die einen hohen Anteil von Kohlenstoff und Silizium haben. Des Weiteren bestehen diese Legierungen aus Eisen, dazu noch aus Mangan, Chrom und Nickel. Teile aus Gusseisen werden in der Fahrzeugindustrie verwendet. Vor allem bei sogenannten Sicherheitsteilen wird Gusseisen verwendet. Bei Sicherheitsteilen handelt es sich um Kurbelwellen, Nockenwellen oder Pleuel, aber auch um Raumlenker, Radnaben, Radsterne bei Lkws, Achsbrücken oder Schwenklager. Doch nicht nur dort wird Gusseisen verwendet, sondern auch bei dickwandigen Gussstücken, wie zum Beispiel Turbinengehäuse, Maschinenteile aus der Landwirtschaft, oder sonstige Teile für den Maschinenbau. Es gibt zwei Arten von Gusseisen, das graue Gusseisen, auch Grauguss genannt, und das weiße Gusseisen. Beim grauen Gusseisen kommt Kohlenstoff in der Modifikation Grafit vor, dagegen beim weißen Gusseisen in der Form von Zementit. Die Dichte von Gusseisen beträgt ungefähr 7.200 Kilogramm pro Kubikmeter. Diese ist niedriger, als die Dichte von Stahl oder wie die Dichte von reinem Eisen. Gusseisen lässt sich wegen seines hohen Gehalts von Kohlenstoff nicht schmieden. In Gießereien wird es in einem sogenannten Kupolofen geschmolzen. Eine Sorte des grauen Gusseisens ist das Gusseisen mit Lamellengrafit.

Darin liegt Grafit in Form von dünnen Lamellen vor. Diese Sorte des Gusseisens hat jedoch nur eine sehr geringe Zugfestigkeit. Dafür hat es eine gute Übertragung der Druckspannung. Grauguss ist eher spröde und ist nur sehr wenig elastisch. Dagegen leitet es die Wärme sehr gut. Des Weiteren hat graues Gusseisen sehr gute Dämpfungseigenschaften und eine gute Steifigkeit in der Form. Wegen dieser Formsteifigkeit wird Grauguss bei Maschinenbetten und Maschinenständer eingesetzt. Ist die Gusshaut intakt, dann sind Teile aus Gusseisen auch sehr gut beständig gegen Korrosion. Diese Korrosionsbeständigkeit kann sogar noch erhöht werden durch das Zulegieren von Silizium, Chrom und Nickel. Eine weitere Sorte des Gusseisens ist das Gusseisen mit Kugelgrafit. Dieses wird auch Sphäroguss oder duktiles Gusseisen genannt. Dabei wird durch das Entschwefeln der Schmelze durch Zugabe von Magnesium, Kalzium oder Cer kurz vor dem Abgießen erreicht, dass Grafit in einer kugelähnlichen Form vorliegt. Dieses Gusseisen mit Kugelgrafit hat hervorragende mechanische Eigenschaften und ist dazu noch relativ kostengünstig herstellbar. Deshalb wird es in der Industrie auch sehr häufig eingesetzt. Beispiele für diese Verwendung sind Rohre, aber auch Wasser- oder Gasleitungen. Auch bei Unterdruckleitungen wurde diese Art des Gusseisens bereits eingesetzt. Leitungen aus Gusseisen können auch in Gebieten eingesetzt werden, wo diese hoch beansprucht werden. Werden diese Rohre jedoch in der Erde verlegt, müssen diese innen und außen einen Korrosionsschutz haben.
 

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