Unter Porphyr versteht man umgangssprachlich und in Bezug auf Werksteine Gesteine vulkanischen Ursprungs mit einer feinkörnigen Grundmasse, der Matrix, und sogenannten "Einsprenglingen", großen gut erkennbaren Kristallen.
Beim quarzreichen Porphyr oder auch Quarzporphyr sind Quarzkristalle als Einsprenglinge vorhanden. Quarzarme dagegen enthalten, wenn überhaupt, nur geringe Mengen an Quarz in der Matrix. Der Name "Porphyr", was griechisch "purpurfarben" heißt, deutet darauf hin, dass Porphyr rötliche Farbtöne aufweist.
Schon in der Antike wurde Porphyr verwendet, allerdings wegen seiner Farbe nur für die Kaiser. Die Porphyrkreise im Fußboden der Empfangshallen von Kaiser Konstantin, die nur er betreten durfte, sind ein Beispiel dafür. Auch kaiserliche und königliche Sarkophage wurden aus Porphyr gearbeitet.
Heutzutage findet Porphyr in Baustoffindustrie Verwendung für die Herstellung von Splitt und Schotter. Als Naturbaustein ist Porphyr sehr beliebt für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. Da Porphyr poliert besonders attraktiv wirkt, wird er zum Beispiel für Küchen-Arbeitsplatten verwendet, die sehr dekorativ aussehen.
Doch nicht nur im Innenbereich wird Porphyr als Baustoff eingesetzt. Sehr gern wird Porphyr-Kiesel in Gärten verwendet, und als Pflasterstein für Terrassen gibt es Porphyr in den unterschiedlichsten Größen und Formen. Aus kleinen und mittelgroßen Pflastersteinen aus Porphyr lassen sich sehr dekorative Terrassen mit interessantem Farbspiel anlegen oder aber man verwendet Porphyr-Naturplatten oder Bahnenplatten.
Sehr gern werden auch Trittstufen, Setzstufen oder Blockstufen in Gärten zur Überwindung kleiner Höhenunterschiede verwendet und Trittsteine aus Porphyr zum Anlegen von schmalen Wegen zwischen den Beeten lockern den optischen Eindruck eines Gartens auf und sind außerdem sehr nützlich. Selbst als Mauersteine oder Mauerabdeckplatten findet Porphyr Verwendung und man kann sie auch als Palisadensteine erhalten.
Auch rein dekorative Elemente wie Pflanzgefäße, Brunnen und steinerne Gartenmöbel werden aus Porphyr als Baustoff gefertigt. Er ist einfach zu bearbeiten und doch sehr beständig. Diese Eigenschaften machen diesen Naturstein auch für die Herstellung von Grabmalen sehr beliebt. Hier tritt er poliert oder natürlich rau auf.
Durch seine typische Textur und Farbe ist Porphyr auch im Hochbau sehr gut in Kombination mit Glas und Stahl einsetzbar. Auf diese Weise können neue Bauten in historische Stadtbilder harmonisch eingefügt werden. Auch unansehnlich gewordene, renovierungsbedürftige Fassaden können sehr dekorativ mit Elementen aus Porphyr oder großflächigen Fassadenverkleidungen optisch ansprechend und haltbar aufgearbeitet werden.
Porphyr als Baustoff ist durch seine gute Bearbeitbarkeit, sein attraktives Äußeres und seine Haltbarkeit sehr vielseitig einsetzbar und kann in den verschiedensten Verwendungsbereichen gute Dienste leisten, ob nun am Bau, im Garten oder sogar im Innenbereich, ob zur Nutzung auch mit hoher Beanspruchung oder rein als Dekorationselement.


