Was ist Silikon und wo beim Hausbau wird Silikon eingesetzt

Silikon wird aus staubfeinem (gemahlenem) Silizium und Methylchlorid hergestellt.

Silikone haben ein anorganisches Gerüst, haben aber auch organische Reste. Sie stehen damit in der Mitte zwischen organischen und anorganischen Verbindungen. Im Baugewerbe wird Silikon als Stoff zum Dichten und Füllen von Fugen verwendet. Neben dieser Funktion verwendet man Silikon im Baugewerbe auch zum Herstellen von Verguss-, Beschichtungs- und Abformmassen. Eine gefüllte Fuge nennt man Silikonfuge. Solche Fugen sind elastisch und leiten elektrischen Strom schlecht. Bei Silikon handelt es sich um elastisches Fug-Material. Im Laufe der Zeit verlieren Silikone ihre Elastizität.

Dies wird verursacht durch UV-Licht, mikrobiologische Besiedlung, zum Beispiel Schimmel, oder aber auch durch Mittel zur Reinigung und Desinfektion. Fug-Materialien aus Silikon gehören zu den Fugmaterialien, die einfach zu verarbeiten sind. Doch auch diese müssen später gepflegt werden und dürfen nicht mit allen möglichen anderen Materialien verbunden werden. Zur Verhinderung von Auftreten von Schimmel sind manche Silikone mit Fungizid ausgerüstet. Dies ist ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze abtötet oder deren Wachstum verhindert. Allerdings nimmt dessen Wirkung mit der Zeit hab. Dies kann von den Bedingungen der unmittelbaren Umgebung abhängen oder aber davon, wie das Silikon behandelt wurde mit Reinigungsmitteln oder sonstigen Dingen. Silikonfugen in Bädern werden oftmals mit Reinigungsmittel behandelt, die Phosphorsäure oder Amidosulfonsäure enthalten. Allerdings ist bei einer Behandlung mit diesen Mitteln ein Verhindern des Schimmels nicht möglich, da die fungizide Ausrüstung damit zerstört wird. Doch auch hier kann die Schimmelbildung oder sonstige mikrobiologische Besiedlung verhindert oder zumindest verringert werden, indem man die betroffenen Fugen beispielsweise mit Glukoprotaminen behandelt. Sollten sich bereits schwarze Punkte, es handelt sich hierbei um Fruchtkörper der Schimmelpilze, bilden, so kann man diese mit Chlorbleichlauge entfernen. Trotzdem bekommt man mit dieser Form der Behandlung den Schimmel nicht komplett weg, da in den tieferen Schichten des Silikons dieser immer noch enthalten ist.

Die einzige Möglichkeit, die noch besteht, um den Schimmel komplett entfernen zu können, ist ein Erneuern der Fuge. Man kann jedoch der Schimmelbildung bei Silikonfugen in Duschkabinen oder -räumen etc. vorbeugen oder dessen Auftreten zumindest verzögern, indem nach jeder Benutzung des Bades gründlich gelüftet wird. Außerdem werden mit dem Abwischen von feuchten Fugen kleine organische Partikel entfernt, die für mikrobiologische Besiedlung als Nahrung dienen. Wenn Naturstein mit Silikon verarbeitet wird, kann es zu Verfärbungen kommen. Hierbei verträgt sich die verwendete Silikonart entweder nicht mit dem Naturstein oder aber es wurde bei der Verarbeitung zu viel glättendes Spülmittel verwendet. In Nassbereichen ist unter einem Belag eine ordentliche Abdichtung notwendig, Silikon allein reicht nicht aus.
 

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