Wenn der Berg kommt ...

Wenn der Berg kommt ...
Umweltminister Schnappauf: Bayern zapft erfolgreich die Finanztöpfe der EU an, um Gefährdungen durch Felsstürze im Alpenraum zu erfassen

(München) "Damit aus alpinen Naturereignissen keine Naturkatastrophen werden, ist verstärkte Vorsorge und Gefahrenabwehr unerlässlich", betonte Umweltminister Werner Schnappauf. Die Europäische Union hat jetzt das 540.000 Euro teure bayerische Projekt zur Erfassung von rutschungsgefährdeten Berghängen sowie von drohenden Fels- und Bergstürzen um weitere 340.000 Euro aufgestockt. Die Gelder stammen aus dem EU-Strukturfonds „Interreg IIIB-Alpenraum“ und sind für das Gemeinschaftsprojekt „CatchRisk“ von Italien, Österreich, Schweiz und Bayern bestimmt.
Bayerns Aufgabe im Projekt besteht darin, anhand von digitalen Geländedaten Felsstürze am Computer zu simulieren, um deren maximalen Rutschungsweiten abzuschätzen. „Bayern betritt mit diesem Verfahren technisches Neuland und bestätigt einmal mehr seine Spitzenstellung als High-Tech Standort“, so Schnappauf. Andere Länder haben bereits Interesse an den bayerischen Entwicklungen bekundet.

Das Bayerische Geologische Landesamt hat die Geländedaten von über 2.000 Hangbewegungen im Alpenraum erhoben und im GEORISK-Informationssystem gespeichert. Für Straßenbauämter, Gemeinden und Landratsämter ist dieser Infopool bereits jetzt unerlässlich, um Gefahrenherde frühzeitig zu erkennen und entsprechende Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Nach den Worten von Umweltminister Schnappauf sollten potenziell gefährdete Bereiche grundsätzlich von Erschließungsmaßnahmen und Bebauung ausgenommen werden.

Weitere Informationen: http://www.natur.bayern.de