Wohlig warm bei niedrigeren Heizkosten

Wohlig warm bei niedrigeren Heizkosten

Experten sind sich einig: Gegen hohe Energiekosten hilft nur, den Verbrauch zu drosseln. Sparpotenzial findet sich besonders in älteren Gebäuden. Manche verheizen bis zu 30 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche. Das ist rund viermal so viel wie in Neubauten. „Wer langfristig sparen will, sollte sein Haus energetisch auf Vordermann bringen“, raten deshalb die Experten der Landesbausparkassen (LBS). Das senkt nicht nur die laufenden Kosten, sondern steigert auch den (Wohn-)Wert der Immobilie. Was viele Hauseigentümer nicht wissen: Auch für Modernisierungen können sie Bausparverträge einsetzen.

Energetische Modernisierungen lohnen sich aus einem weiteren Grund ab 1. Januar 2008 wird der Energiepass Pflicht. Er gibt Auskunft über den Energiebedarf eines Gebäudes. Immobilienbesitzer müssen das Dokument dann bei Verkauf oder Vermietung vorlegen. Die neuen Bewohner können so die zu erwartenden Energiekosten besser einschätzen.

Besonders viel Energie verlieren Gebäude, die vor 1984 errichtet und seitdem energetisch nicht auf den Stand der Technik gebracht wurden. Fehlende oder ungenügende Isolierung des Daches und der Außenwände, ineffiziente Heizanlagen oder alte Fenster sind die häufigsten Energieverschwender. Diese Gebäude werden künftig noch schwieriger zu vermieten oder zu verkaufen sein, denn bei einem Preis von etwa 60 Cent pro Liter Heizöl macht sich ihr hoher Verbrauch im Portemonnaie deutlich bemerkbar.

Höchstens acht Liter pro Quadratmeter

Ein Haus aus den 70er Jahren mit rund 150 qm Wohnfläche verbraucht in der Praxis inklusive Warmwasseraufbereitung 3.000 bis 3.500 Liter Heizöl im Jahr. Ein vergleichbares Haus, 20 Jahre später gebaut, kommt schon mit deutlich weniger aus circa 2.000 Liter. Heutige Technik sorgt für ein wohnlich warmes Eigenheim bei durchschnittlich nur noch 1.200 Litern Heizölverbrauch pro Jahr (circa 8 Liter pro qm). Fachgerecht und mit modernen Baustoffen saniert, kann der Verbrauch auch in Bestandsimmobilien deutlich sinken bis hin zum Niedrigenergiehaus-Standard.

Tipps im Internet

Bevor Eigenheimbesitzer in Modernisierungen investieren und selbst tätig werden, sollten sie sich von Fachleuten beraten lassen. Sie spüren Wärmeschlupflöcher auf und wissen, welche Maßnahme am meisten spart. Einen Anhaltspunkt, wie es energetisch um die eigenen vier Wände steht, erhalten Eigentümer im Internet. Unter www.LBS.de/modernisieren deckt der LBS-Energie-Check sekundenschnell online auf, ob das Eigenheim zu den „Energie-Sparern“ oder zu den „Verschwendern“ zählt.

Wer für später eine größere Modernisierung plant, kann sich mit einem Bausparvertrag niedrige Darlehenszinsen sichern. Hausbesitzer sollten rund zehn Euro pro Jahr und Quadratmeter sparen. „Dann reißen in Zukunft anfallende Renovierungsarbeiten kein Loch in die Haushaltskasse“, so die LBS-Experten. Denn auch Gebäude, die heute dem Stand der Technik entsprechen, kommen irgendwann in die Jahre. Wer dann auf Rücklagen zugreifen kann, hat klug vorgesorgt.

Wohlig warm bei niedrigeren Heizkosten: Das geht auch in Altbauten. Gezielt modernisiert erreichen diese Häuser zeitgemäße Standards. Für Modernisierungen können Hausbesitzer ihren Bausparvertrag einsetzen.Foto: LBS