WOLFIN-Flachdach-Unternehmer-Beirat in Dresden:

WOLFIN-Flachdach-Unternehmer-Beirat in Dresden:
Eng zusammengerückt

Wenn sich die Qualität einer Beziehung an den Ergebnissen ihrer Zusammenarbeit misst, dann gelten für die enge Partnerschaft im WOLFIN-Flachdach-Unternehmer-Beirat höchste Qualitätsmaßstäbe. Auch bei der Frühjahrstagung 2006 dieses Unternehmerkreises, der neunten Tagung seit seiner Gründung, wurde einmal mehr deutlich, wie sehr sich das Herstellerunternehmen Henkel/WOLFIN Bautechnik und die ausführenden Unternehmen des Dachdeckerhandwerks gegenseitig befruchten. So konnte WOLFIN-Chef Klaus H. Niemann auch in Dresden feststellen: „Das kreative Klima unserer Gespräche, das zur kritischen Diskussion ebenso wie zu innovativen Ideen inspiriert, hat auch seit der letzten Tagung zu konkreten Ergebnissen geführt von Verbesserungen im Verpackungskonzept über die Prägung von TECTOFIN RV-Bahnen bis zu pfiffigen Produktideen wie TECTOFIN RA duo, der Anschlussbahn mit zwei Oberseiten.“
Schon seit sechs Jahren tritt der Flachdach-Beirat ein- bis zweimal jährlich zusammen. Bei seiner Frühjahrstagung 2006 in Dresden standen erneut aktuelle Marktfragen sowie Produktinnovationen im Vordergrund, diskutiert mit der geballten Kompetenz von 15 Unternehmerpersönlichkeiten des deutschen Dachdeckerhandwerks. Erstmals dabei: DDM Henning Hanebutt (Hanebutt GmbH, Neustadt) und Dirk Knoll (Hees + Knoll Dachtechnik GmbH, Holzappel). Den alten und neuen Beiratsmitgliedern hatten sich die Führungskräfte aus Marketing, Anwendungstechnik, Forschung/Entwicklung und der Geschäftsleitung von WOLFIN zum Dialog gestellt, aber auch hochkarätige externe Referenten wie die Baurechtsprofessorin Dr. jur. Petra Kirberger oder der Bauphysikprofessor Dr.-Ing. Klaus Sedlbauer. Immerhin geht es um nichts weniger als Fragen der gemeinsamen Zukunft. Und diese „ist ein ernsthaftes Geschäft“, zitierte WOLFIN-Chef Dipl.-BW Klaus H. Niemann die amerikanische Zukunftsforscherin Faith Popcorn, „Wenn die Kunden die Zukunft vor uns erreichen, sitzen wir in der hinteren Reihe.“

Baukonjunktur: Tal durchschritten
Dass über Zukunft überhaupt mit besseren Prognosen als in den Vorjahren gesprochen werden kann, zeigen die Zahlen der DUD-Verbands-Ab-satzstatistik, die Klaus H. Niemann u.a. in seinem Bericht zur Lage der Branche vorstellte. Die Rezession in der Bauwirtschaft hat was sich schon bei der letzten Tagung in Münster ankündigte zumindest im Bereich der Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen die Talsohle durchschritten. Nach fünf Jahren in Folge mit ein- bis zweistelligen Rückgängen ist 2005 erstmals wieder eine Zunahme zu verzeichnen: +1,6 % noch kein Grund zum Feiern, aber ein Grund zum Aufatmen.

Innovationen: Erfolgsgeschichten
Wenn WOLFIN 2005 abermals über dem Branchendurchschnitt zugelegt hat, ist das nicht nur ein Ergebnis der Spezialisierung auf den anspruchsvollen Sanierungsmarkt, auf dem gerade die Top-Marke
WOLFIN schon zu rund 90 % eingesetzt wird. Sondern auch ein Ergebnis der hohen Innovationsfrequenz und des engen Dialogs mit dem Handwerk bei der Entwicklung neuer Ideen und der Optimierung bestehender Linien. Gerd Hecker, Leiter der WOLFIN-Anwendungstechnik, und Entwicklungschef Dr. Udo Simonis stellten die neuesten Entwicklungen auf dem technischen Sektor und auf dem Gebiet der Normen und Zulassungen vor. Als spektakulärste Neuerung hatte WOLFIN kurz zuvor auf der „DACH + WAND“ 2006 die neue WOLFIN GWSK protect präsentiert, eine Weiterentwicklung der klassischen IB, die mit ganz neuen Zusatzfeatures von sich reden macht: Mit ihren Brandschutzeigenschaften und dem optionalen Schutz gegen Elektrosmog stößt die Hochwert-Dach- und -Dichtungsbahn in gänzlich neue Leistungsdimensionen vor. Auch die neue Mittelpreisbahn TECTOFIN RV setzte ihre Erfolgsgeschichte fort. Innovationen wie die je nach Farbe beidseitig verwendbare weiße oder graue TECTOFIN RA duo oder TECTOFIN flüssig treiben diese Erfolgsgeschichte weiter voran, die eindrucksvoll belegt, was herauskommt, wenn Produktentwickler und Dachpraktiker in den Dialog eintreten und gemeinsam immer neu um die Optimierung im Detail ringen.

Flachdach im Fokus: Bad Reichenhall und die Folgen
Alles andere als eine Erfolgsgeschichte hingegen war der Halleneinsturz von Bad Reichenhall. Er brachte das Flachdach in der breiten Öffentlichkeit in die Diskussion und die Diskussion in die Fachöffentlichkeit. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Klaus Sedlbauer, Professor für Bauphysik an der Universität Stuttgart und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Valley, brachte in seinem Fachvortrag über die Langzeitstabilität von Flachdächern aus hydrotechnischer Sicht die Stimme der Vernunft zur Geltung. Sein Fazit: Ereignisse wie „Bad Reichenhall“ sind vermeidbar. Unvermeidlich sind deshalb Konsequenzen für die Statik künftiger Hallen unter Berücksichtigung des Klimawandels und seiner Folgen und für diffusionsoffene Qualitätslösungen bei der Abdichtung. Die Qualität der Kunststoff-Dach- und -Dichtungsbahn wie WOLFIN wird sich also noch mehr auszahlen.

PPP: mehr Risiko als Chance
Dass Qualitätslösungen von Anfang an oder wenigstens Qualitätssanierungen im Nachhinein notwendig, aber gerade in den klammen Kommunen oft nicht bezahlbar sind, ließ Stadtkämmerer wie Investoren über neue Modelle der Finanzierung nachdenken. Ein Ergebnis: PPP, die Finanzierung öffentlicher Aufgaben durch private Investoren. Prof. Dr. jur. Petra Kirberger, Dresdner Fachanwältin für Baurecht und Honorarprofessorin für Bau- + Architektenrecht an der Universität Siegen, machte in ihrem Vortrag deutlich, dass PPP für die Öffentliche Hand und für größere Investoren durchaus chancenreich ist, für Handwerker und Bauwirtschaft aber nur bedingt als Modell der Auftragsbeschaffung taugt und
dabei nicht frei von Risiken ist. HS

Weitere Informationen über WOLFIN finden sich auch im Internet unter www.wolfin.de