Zement

Zement leitet sich vom Lateinischen caementum ab, was soviel heißt wie Baustein oder Bruchstein.

Ein Sack 25 kg Wotan-Zement Portlantzement für Beton und Mörtel mischenEs ist ein hydraulisches Bindemittel, das für die Baustoffe Beton und Mörtel genutzt wird. Genau genommen handelt es sich um einen feingemahlenen, nichtmetallischen, anorganischen Stoff. Dieser erstarrt durch chemische Reaktionen, wenn man ihn mit Wasser anrührt. Anschließend ist er weiterhin fest sowie raumbeständig. Aus Sicht der Chemie lässt sich Zement als kieselsaures Calcium bezeichnen, das Eisen und Aluminium und in der Regel Sulfate enthält. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Zement, darunter Portlandzement, Portlandhüttenzement, Portlandpuzzolanzement, Portlandflugaschezement, Portlandölschieferzement, Portlandkalksteinzement, Portlandflugaschehüttenzement sowie Hochofenzement. Neben den Grauzementen existieren auch Weißzemente. Man verwendet diese für Putz, Sichtbeton und Terrazo.

Heutzutage stellt man Zement in modernen Werken in einem kontinuierlichen Vorgang her, und nutzt dabei größtenteils natürliche Rohstoffe. Die Zementanlagen können täglich zwischen 3000 und 10000 Tonnen Klinker produzieren. Zuerst baut man die erforderlichen Rohstoffe, für gewöhnlich Kalkstein, Eisenerz, Sand und Ton in Steinbrüchen ab, dann erfolgt in Brechern die Vorzerkleinerung und anschließend die Beförderung ins Zementwerk. Dann vermahlt man sämtliche Rohstoffe in einer Rohmühle und trocknet sie dabei. So bildet sich Rohmehl, welches man in einem Drehrohofen bei rund 1450 Grad Celsius brennt, bis Klinker entsteht. Diesen Klinker kühlt man im nächsten Schritt ab, bis er weniger als 200 Grad Celsius heiß ist. Dabei bilden sich sogenannte Granalien, welche man in einer Kugelmühle gemeinsam mit Anhydrit oder Gips vermahlt, bis das Endprodukt, Zement, entsteht. Es ist möglich, diverse Zusatzstoffe beizugeben, sodass der Zement unterschiedliche physikalische und chemische Eigenschaften hat