Ziel ist der Bau des neuen Wasserkraftwerks in Rheinfelden

Ziel ist der Bau des neuen Wasserkraftwerks in Rheinfelden
Fünf Jahre NaturEnergie am Netz

Genzach-Wyhlen, 1. Oktober 2003: Vor genau fünf Jahren, am 1. Oktober 1998, ist die NaturEnergie AG als Deutschlands erster Grünstromhändler ans Stromnetz gegangen. Heute ist das Unternehmen mit 230.000 Kundenverträgen Bundesweiter Marktführer bei Strom aus rein regenerativen Quellen. In dieser Zeit hat die NaturEnergie knapp 3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wasser und Sonne verkauft, bei positiver Umweltbilanz. Die NaturEnergie-Kunden haben damit der Erdatmosphäre im Vergleich zu "Egalstrom" über 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart.Um die gleiche Menge CO2 zu binden, würde ein 183.000 Hektar großer Wald benötigt oder es müssten 915 Millionen Eichen gepflanzt werden. Mit den Förderbeiträgen der NaturEnergie-Goldkunden wurden außerdem der Bau von 13 Solaranlagen mit über 2.800 Quadratmetern Fläche, acht Kleinwasserkraftwerken und einer Windkraftanlage ermöglicht.

Die Quellen der NaturEnergie: Die NaturEnergie ist der einzige spezialisierte Grünstromhändler, der seinen Strom aus CO2-freien Kraftwerken bezieht, die ganz oder teilweise zur eigenen Unternehmensgruppe gehören. Nämlich aus sechs großen Wasserkraftwerken entlang des Hochrheins zwischen Bodensee und Basel an der deutschschweizerischen Grenze. Diese Kraftwerke haben insgesamt eine Leistung von 452 Megawatt und produzieren im Durchschnitt 2,8 Milliarden kWh Strom pro Jahr. Das besondere an den NaturEnergie-Kraftwerken ist die Verbindung von Tradition und Moderne: Am Hochrhein liegt die Wiege der Wasserkraft und die wichtigsten Kraftwerke wurden vor rund hundert Jahren errichtet. Doch die historische Hülle der Industriedenkmäler bringt modernste Technik. Die Kraftwerke Wyhlen und Laufenburg wurden inzwischen mit einem Aufwand von rund 370 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut. Die Leistung der beiden Kraftwerke wurde dabei verdoppelt. Dass die Nutzung der Wasserkraft und der Schutz der Natur einander nicht ausschließlich, zeigt das Kraftwerk Wyhlen, das am Rande eines Naturschutzgebietes liegt und in friedlicher Koexistenz mit Biber und Eisvogel existiert. Vor diesem Hintergrund spricht die NaturEnergie vom "schönsten Strom Deutschlands".

Die Zukunft der Großen Wasserkraft wird am Standort eines weiteren NaturEnergie-Kraftwerks geplant: Das Wasserkraftwerk Rheinfelden - ältestes Laufwasserkraftwerk Europas - soll durch einen kompletten Neubau ersetzt werden. Dies würde mit einer Verdreifachung der dortigen Stromproduktion und einer erheblichen Verbesserung der Flussökologie einher gehen. Der Kraftwerksneubau ist mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro bundesweit das größte Bauvorhaben im Bereich regenerativer Energien. Strom für zusätzlich rund 160.000 Haushalte könnte dort produziert werden.

Die Neue Große Wasserkraft muss gefördert werden: Der Neubau kann aber nur realisiert werden, wenn die Neue Große Wasserkraft ebenso durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird, wie bisher kleine Wasserkraftwerke oder Wind- und Solarkraftwerke. Auf diesem Weg ist der NaturEnergie AG ein erster Etappenerfolg gelungen: Im Referentenentwurf der EEG-Novelle sind Ausbau- und Neubauvorhaben bei großen Wasserkraftwerken erstmals als förderungswürdig berücksichtigt, wenn auch unter streng gefassten Voraussetzungen. Mit der Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und aller in Landtag vertretenen Parteien hofft der südbadische Grünstromhändler auch die restlichen Hürden bis zum Neubau des Kraftwerkes zu überwinden. Neben dem Stromverkauf steht deswegen die Aufklärungs- und Informationsarbeit über die spezifischen Stärken der Neuen Großen Wasserkraft im Mittelpunkt der Bilanz über fünf Jahre NaturEnergie am Netz.