Zwangsprostitution ächten

Zwangsprostitution ächten

11. November 2005 - Zu den Koalitionsverhandlungen, sowie der Weigerung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sich an der Kampagne des Deutschen Frauenrates gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel zu beteiligen, erklärt Katja Husen, frauenpolitische Sprecherin des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
´Wir fordern den DFB auf, sich an der Kampagne des Deutschen Frauenrates zu beteiligen. Die erwartbare WM-Hochstimmung in Deutschland darf im nächsten Jahr nicht dazu führen, dass die Menschenrechte von Frauen mit Füßen getreten werden. Der DFB ist aufgefordert, seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden und sich öffentlich gegen den erwartbaren Anstieg von Frauenhandel und Zwangsprostitution zu positionieren.

Auch die neue Bundesregierung fordern wir auf, sich klar und öffentlich gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel auszusprechen. Oberste Priorität muss der Opferschutz haben.

Für BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN ist eine Freierbestrafung nur in sehr engen Grenzen vorstellbar und darf auf keinen Fall die Situation der betroffenen Frauen verschlimmern.

Wichtiger als die Freierbestrafung sind ein gesicherter Aufenthaltstatus für die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution über Gerichtsprozesse hinaus, um eine körperliche und psychische Genesung der Opfer zu ermöglichen.´