Neugründung Wiedergründung Kümmerexistenz Übernahme

Die Voraussetzungen und Möglichkeiten eine Gründungsfinanzierung zu erhalten sind sehr unterschiedlich. Hier wird die Existenzgründungsfinanzierung dargestellt.

Grundvoraussetzungen und Definition

Eine Existenz kann nur von einer natürlichen Person gegründet werden. Zwei Personen gründen einen Betrieb bedeutet fördertechnisch zwei Existenzgründungen und eine Betriebsgründung.

Die Fördermittel unterscheiden hier streng zwischen den beiden o. g. Gründungsformen.

Ob aufgrund einer nebenberuflichen Tätigkeit oder einer wesentlichen Veränderung Ihrer selbstständigen Tätigkeit oder den bisher geringen Einnahmen noch Förderungen möglich sind, unterliegt einer genauen Prüfung.

Es gilt, dass Sie in den ersten 2 Jahren ab Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit in einer Vollexistenz (Sie können von dem leben, was Sie erarbeiten) die volle Förderung erhalten können.Jeder Anfang ist schwer - Gut vorbereitet in die Selbständigkeit!
Gute Vorbereitung ist der sicherste Weg. Der erste Schritt in die Selbständigkeit ist eine sinnvolle und gründliche Vorbereitung. Eine fundierte Planung, umfassende Informationen und ausführliche Beratung ebnen den Weg in eine erfolgreiche selbständige Existenz.

Bereits die Beratungsleistung wird gefördert

Existenzgründer können verschiedene Hilfen der Landes- und Bundesregierung in Anspruch nehmen, damit sie sich bei ihrer Existenzgründung von einem/einer qualifizierten Berater/in unterstützen lassen können. Die Leistung umfasst neben der Prüfung des Gründungskonzeptes auch die Beratung hinsichtlich der Unternehmensorganisation, des Marketings, der Vertriebsorganisation, des Kapitalbedarfes, der Kostenanalyse, der Finanz- und Liquiditätsplanung und der Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem bekommt die Gründerin oder Gründer Unterstützung bei der Abwicklung der Gründungsformalitäten.

Im Rahmen der Bundesförderung erhalten Sie 1.500 EUR Zuschuss auf eine Gründungsberatung mit 3.000 EUR Beratungshonorar. Die Mehrwertsteuer beläuft sich auf 480 EUR, wird nicht gefördert, jedoch in jedem Fall erstattet, auch wenn Sie danach nicht gründen. (Es gibt ein entsprechendes BFH Urteil - fragen Sie Ihren Steuerberater.)

Berücksichtigung der Situation der gründenden Personen
Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, steht vor einer Vielzahl von Fragen, die den unternehmerischen Auf- und Ausbau betreffen. Finanzierungsfragen haben hierbei eine besondere Bedeutung. Die Phase bis zur Festigung eines Unternehmens am Markt bedarf einer soliden Eigen- und Fremdmittelausstattung. Zu Anfang steht vor allem die Sicherung der Liquidität im Vordergrund. Öffentliche Fördermittel nehmen auf diese Situation auf besondere Weise Rücksicht.

Fleischtopf oder Fettnapf! Für die Bank vorbereiten; vorher!
Ihr Konzept muss stehen und der Überprüfung von Aussenstehenden Stand halten. Auch die IHK bzw. Handwerkskammer wird eine Beurteilung abgeben. Bevor Sie auch nur eine Verpflichtung eingehen, müssen Sie den Antrag stellen. Bei bestimmten Zuschussprogrammen müssen Sie sogar auf die Bewilligung warten.

Schon gegründet, alles zu spät?
Nein! In den ersten zwei Jahren werden zukünftige Investitionen so finanziert, als wären diese Bestandteil der Gründung. Auch nach dieser Frist gibt es eine Vielzahl von Sonderprogrammen und Investitionsförderungen.

Am Anfang tilgungsfrei! Geht das auch zinsfrei?
Im Rahmen der Eigenkapitalhilfe des Bundes ist eine solche Regelung tatsächlich vorgesehen. 10 Jahre ohne Tilgung und zwei Jahre ohne Zins, der sich danach langsam erhöht. 3 % im dritten, 4 % im vierten, 5 % im fünften und ab dem sechsten Jahr derzeit 6,5 % (NBL: 6,0 %) Zinsen pro Jahr.

Eigenmittel erforderlich!
Für eine Gründungsfinanzierung werden 15 % Eigenmittel benötigt. Dieses kann auch durch langlebige Sachwerte, wie z.B. eine bezahlte Büroausstattung erbracht werden. Der Bank gegenüber wird mit staatlicher Hilfe das Eigenkapital auf 40 % der Finanzierungssumme erhöht. Hier gibt es Mindest- und Obergrenzen, die zu berücksichtigen sind.

Sicherheiten erforderlich?
Wie bei jedem Kredit sieht das Kreditwesengesetz (KWG) die Besicherung von Bankdarlehen vor. Jedoch gibt es bei Gründungen sogenannte Haftungsfreistellungen, bei denen Sie für Teile der Finanzierung nur mit Ihrer Unterschrift haften. Sollten darüber hinaus Sicherheiten fehlen, können diese von Staats- und Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Welche Förderprogramme?

Förderprogramme gibt es in den unterschiedlichsten Situationen. Wichtig ist, dass sowohl die Existenzgründer als auch die Unternehmer das Beratungsprogramm genau kennen und die richtigen Förderprogramme für sich nutzen.

Auch nach der Gründung können Sie eine geförderte Unternehmensberatung nutzen und Ihr Konzept weiterentwickeln. Die beratende Person weiss, wie.

Zusatzinformationen

Wollen Sie regelmässig über die aktuellen Förderungen in diesem Bereich informiert werden, können Sie Ihr Profil für diese Informationen eintragen. (http://www.valea.de/k2-text.htm)

Oder fragen Sie einfach den Subventionslotsen ... vorher!

Förderprogrammübersichten finden Sie unter www.wabeco.de/f3-frame.htm.

Kostenlose Prüfung der Personenförderung unter www.wabeco.de/d7-frame.htm, einfach Ihre Daten eintragen.

Nächste Woche widmen wir das Thema der Woche dem Existenzaufbau, der Phase nach der Gründung.

Ihr Subventionslotse