Spannbeton für sichere Gebäude

Stahlbeton, also der Verbundwerkstoff aus eben Stahl und Beton, ist im Stahlbetonbau einer der wichtigsten künstlichen Baustoffe.

Eine Variante dieses Stahlbetons ist der, eher für Laien unbekannte, Spannbeton. Dieser verfügt über eine zusätzliche äußere Längskraft, welche, durch die gespannten Stahleinlagen, aus dem festen Spannstahl den Beton schließlich zusammenpresst.


Der Spannbeton hat schon 1888 den Weg in das Patentamt gefunden. Jackson hatte die Idee, Beton vorzuspannen, schon 2 Jahre zuvor. Allerdings war es ein gewisser Döhring aus dem deutschen Hause, der letzten Endes das Patent für den Spannbeton, welches zunächst zu einer Rissminimierung in den Drahteinlagen dienen sollte, anmeldete.
Heutzutage wird der Spannbeton auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt. Im Prinzip unterscheidet sich der Spannbeton vom Stahlbeton nicht wesentlich, denn nur die planmäßige Vorspannung, oder auch Vordehnung der Stahleinlagen macht den Unterschied. Wie man vielleicht schon erahnen kann, wird der Spannbeton hauptsächlich für den Brückenbau, Behälterbau und Hochbau verwendet, weil der vorgespannte Beton einfach besser nutzbar ist, da normaler Beton nur eine geringe Zugspannung aufnehmen kann bevor er dann schließlich reißen würde. Dies würde bei ca. 10 % der Druckspannungen schon geschehen. Allerdings gibt es beim Spannbeton auch ein paar Probleme, hauptsächlich bei der Anwendung. Vor allem in der Nachkriegszeit kam es häufig zu Einbrüchen oder Einstürzen. Grund dafür war natürlich die mangelnde Erfahrung mit dem damals noch recht neuen Stoff und der neuen Technik. Es konnte nicht wirklich eingeschätzt werden, sodass auch Witterung und diverse andere Umwelteinflüsse schlichtweg unterschätzt wurden, was dann schließlich fatale Folgen hatte.


Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der des Korrosionsschutzes. Um einen sehr guten Schutz zu gewährleisten, sind besonders hohe Vordehnungen des Spannstahls erforderlich. Dieses Vorgehen hat man im Laufe der Jahre natürlich perfektioniert, sodass man am Ende die nötige Sicherheit gewährleisten kann. Bei dem Spannbeton geht es also darum, durch die Vorspannung Beanspruchungen und Verformungen von Bauwerken gezielter beeinflussen zu können. Erst durch diese Technik kam es zum Triumph des Brückenbaus. Heutzutage kann man wirklich behaupten, dass Brücken den sicheren Stand und Halt haben, wie sie ihn haben sollten. Beim Spannbeton gibt es zwei unterschiedliche Varianten. Zunächst die Vorspannung ohne Verbund, also eine externe Vorspannung und die Vorspannung mit nachträglichem Verbund. Die Vorspannung mit nachträglichem Verbund ist in Deutschland die typischste Art zur Vorspannung. Dabei werden Hüllrohre in Beton eingehüllt, bei dem sich der Spannstahl jedoch gegenüber dem umgebenden Beton noch verschieben kann. Am Ende kann der Spannstahl dann als fertiges Spannglied verlegt werden oder später in die Hüllröhre eingeschoben werden.